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Politisches Graffiti
»Kunst oder Vandalismus?« |
Sebastian vom 15.04.2010 |
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Graffiti gilt im Volksmund lediglich als Vandalismus, eine sinnlose Verschmutzung fremden Eigentums, praktiziert von desillusionierten und gelangweilten Jugendlichen, die unsere hiesige Gesellschaft mit ihrem blasphemischen Verhalten zerstören wollen. Doch dabei vergessen viele, dass diese “Kunstform“ bereits seit Anfang der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts praktiziert wurde um seinen Unmut gegenüber der neusten politischen Veränderungen, verschiedener Ideologien, Religionen, Rassismus und Diskriminierung kund zu tun. Doch man kann noch weiter gehen, denn das Verlangen, sich irgendwo verewigen zu wollen ist fast so alt, wie die Menschheit selbst und fast jeder hat schon einmal irgendwo den kindischen Spruch “Ich war hier“ hinterlassen. Außerdem gab es die ersten Graffitis bereits im Alten Ägypten, welche sich nicht bloß auf die Inschriften an Tempel- und Grabwände beziehen. Auch im alten Rom gab es schon Karikaturen von berühmten Politikern, die in die Wand geritzt wurden, um diese zu verspotten und zu kritisieren. Aber wir wollten hier keine Kunstgeschichte betreiben, sondern feststellen, in wie weit sich der eigentliche Sinn des Graffiti, nämlich die politisch-kritische Sichtweise, verändert hat. Wird Graffiti heute wirklich nur noch aus Spaß praktiziert? Geht es vielen Sprayern nur noch um die Verbreitung des eigenen Pseudonyms oder um pure Sachbeschädigung, um den Verantwortlichen von Bahn und Co zu schaden? Eins steht jedoch von vorne rein fest, Graffitis, ob legal oder illegal machen unsere grauen Städte bunter! Zur Diskusson im Forum | |

