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K'Naan
»Mit wehenden Fahnen in die Charts« |
Tobias vom 25.05.2010 |
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Nie war uns Afrika, der ärmste Kontinent der Welt, näher als im Jahre 2010. Grund hierfür ist die am 11. Juni beginnende Fifa Fußball WM, die, und das ist Premiere, in Südafrika das erste mal auf dem afrikanischen Kontinent stattfindet. Neben Nelson Mandela steht seit Anfang des Jahres eine weitere Person sinnbildlich für das Großevent: Der junge Rapper K'Naan. Nein, ironischerweise nicht aus Südafrika, sondern aus Somalia - einem seit dem Bürgerkrieg zerfallenen Staat. Und eben jene Zeit des Bürgerkrieges in den 1980er und 90ern erlebte K'naan vor Ort in der Hauptstadt Mogadischu mit - eine Zeit, die ihn signifikant prägen sollte. "Die Straßen waren voller Panzer, die Kugeln flogen uns um die Ohren, Freunde von mir wurden getötet. All das passierte jeden Tag." [1] berichtet Kaynaan Warsame, so der bürgerliche Name K'naan's, über die Schrecken des Krieges. Doch schon damals war ihm die Musikrichtung, in der er später erfolgreich werden sollte kein Fremdwort: "Ich hatte das Album Paid In Full von Eric B. und Rakim. Mein Vater hat es mir verschafft, er lebte damals in New York und hat mir eine Kassette geschickt (...) Rap war neu und zugleich vertraut. In vielen Gegenden Afrikas gibt es Formen rhythmischer Dichtung. Besonders in Somalia – in ganz Afrika ist das Land für seine Dichtkunst bekannt." [2] - Rap also zur Ablenkung vor dem Irrsinn des Bürgerkrieges, dem K'Naan trotz allem aber nicht entrinnen kann. Mit gerade einmal 11 Jahren muss er mit einigen Freunden in den Straßen der Hauptstadt vor bewaffneten Soldaten fliehen. Er entkommt knapp, muss aber zusehen, wie 3 seiner Freunde von Kugeln getroffen und getötet werden. "Gott hat mich bei so vielen Gelegenheiten beschützt. Als größte Gnade, die mir zuteil wurde, empfinde ich nicht, nicht erschossen worden zu sein, sondern, dass ich selbst niemanden erschossen habe. Das ist eine große Sache. Wenn du jemanden getötet hast, musst du diese Bürde tragen." [3] Zur Diskusson im Forum | |
