Kitty Kat
»Miyo!«


Unsere Wertung:


 Andre am 21.08.2009 13:07
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Lange musste man auf ihr Debütalbum warten, doch nun ist es da. Kitty Kat wagt mit dem am 28. August 2009 über Universal veröffentlichten Album "Miyo!" einen ersten Schritt aus dem Schatten der großen Namen ihrer Ex-Labelkollegen und muss nun auch gleich ohne die alte Labelheimat beweisen, was sie draufhat. Powerfrau? Na klar! Doch aufgepasst: diese Frau hat zwei Gesichter!

Auf "Miyo!" finden sich ingesamt 14 Songs mit einer Gesamtspiellänge von 50 Minuten. Gastbeiträge lieferten Sido und Cassandra Steen. Produziert wurde hauptsächlich von Kitty Kat selbst.

"Miyo!" ist sicherlich kein typisches Rap-Album. Ganz klar stechen bis auf wenige Ausnahmen elektronische Beats heraus und schnell merkt man doch wieder, mit wem man es hier zu tun hat: einer Ex-Aggro Berlinerin. Dies soll kein generelles Vorurteil sein, doch finden sich eben - wie sehr oft bei Rappern der Riege Aggro Berlin - sehr einfach gestrickte Reime und viele Anglezismen. Außerdem ist ein ganz klares System hinter dem Album zu erkennen. Es soll bedient werden, was gefordert wird. Und so zeigt Kitty Kat über unzählige Minuten, wie hart sie ist und mit welcher Wut sie jedem Mann dessen Eier rausreißen kann, falls dieser auch nur ein falsches Wort verliert. Im gleichen Atemzug jedoch zeigt sie auch ihre schwache und verletztliche Seite, bei der man einfach immer wieder merkt, wie gestellt das alles klingt. Hinter keinem Wort steckt Herz. Hinter keiner Zeile eine wirklich erkennbare Emotion.

Die eben angesprochene Power, die sie Song für Song zu beweisen versucht, macht mir manchmal sogar ein wenig Angst. Zwar ist das ja alles schön und gut so und ich bin ein Beführworter der Emanzipation, doch sollte man es auch nicht vollkommen übertreiben mit dem "Eier zeigen". Um aber auch noch kurz auf die Features sprechen zu kommen: Gut. Mehr lässt sich wohl dazu nicht sagen. Zwar rappt Sido jetzt auch nicht auf einem besonders hohen Level (er kann eigentlich mehr), doch im Grunde passt das alles so. Auch Cassandra Steen und ihr manchmal zartes, manchmal kraftvolles Stimmchen können überzeugen.

Alles in allem kann man das Album gut durchhören, allerdings wird man nur bei einigen Songs wie "Mit dir", "Braves Mädchen" und "Bitchfresse" stehen bleiben wollen. Es klingt einfach alles zu sehr nach einem festen Konzept und eben gespielt. Hier ein Trauer-Song, da ein Party-Song und da ein Ich-hasse-Männer-Song. Keine wirkliche Glanzleistung, aber eben hörbar.


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