Snoop Dogg
»The Last Meal«


Unsere Wertung:


 Malte am 12.07.2010 21:27
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Es gab Zeiten, da sah man Westcoast Legende Snoop Dogg wie gewohnt in seinen Videos zwischen mehrern jungen Damen über die Vorzüge des Lebens eines Stars rappen. Dafür war er bekannt und dafür wurde er geliebt. Aktuell ist der Dogfather in dem Süßigkeitenparadis des Pop Sternchens Kate Perry unterwegs um ein bisschen Gangstaimage zu verteilen. Ein ganz schöner Wandel für einen Jungen der im gefährlichen Stadtteil Long Beach großgeworden ist. Aber auch wenn der Konsumentenkreis des Rapstars in den letzten Jahren etwas "anders" erweitert wurde, ist Snoop sich immer treu geblieben und ist auch wahrscheinlich einer der einzigen Rapper der nach so einem Videoauftritt nocheinmal "davonkommt" und sein Image beibehält. Für Fans der guten Alten Zeiten, hält jetzt Priority Records ein Geschenk bereit. Das Label, dass lange Zeit eine Heimat für Grössen wie N.W.A, Ice Cube oder Eazy E war, re-relased einige ihrer Alben als 25 jähriges Jubiläumsgeschenk. Snoop's „The Last Meal“, aus dem Jahre 2000, ist Teil dieses "Goodies". Album 5 des Westcoastpaten kommt mit Unterstützung der üblichen verdächtigen wie Dr.Dre, Nate Dogg, Ice Cube etc.
Die Frage stellt sich nun: Warum soll ich mir das Ding nach 10 Jahren nochmal kaufen oder lohnt es sich es überhaupt zu kaufen ?

Scheibe eingelegt, play gedrückt und man bekommt den gewohnten Snoop. Ein Frauenchor der seinen Namen wieder und wieder anstimmt und der Dogg himself, der uns einlädt seine Lieblingsdroge vom Tisch zu schnappen und das Album in dem Zustand zu genießen in dem es aufgenommen wurde. Skippt man weiter, bekommt man Snoop auf Dre und Timbaland Beats. Die beiden, zu der Zeit noch in Topform, hauen den Sound raus, der durch jeden Subwoofer im Kofferaum eines Rapkonsumenten geschallt haben sollte. Man bekommt feine Westcoastmucke mit fettem Bass und stumpfen Raps.
Wer noch nie mit dem Fenster runter zu dem Kracher "Lay Low" rumgedüst ist, sollte das schleunigst nachhohlen. Snoop und Anhang auf dem düstersten und dreckigstem Dre Beat seit "187" versammelt plus eine weltklasse Hook von Nate Dogg.
Ab und zu mal einen chilligen Track dazwischen gehauen. Was will man mehr ?

Nach der Mitte des Albums senkt sich jedoch die Euphorie etwas. Langsam wird alles etwas eintönig und Dre wie auch Timbaland wurden scheinbar nur für die erste Hälfte des Albums gebucht. Es wird keinesfalls schlecht, doch der Durchschnitt der Anfangs gewirkt hat, ist nicht mehr vorhanden. Wo sich der Kopf vorher noch von vorne und hinten prügelte, wird nur noch leicht genickt. Vielleicht wäre eine andere Anordung des Tracks auf dem Album eine Lösung gewesen, doch Generation Internt und Download wird das sicherlich nicht stören da bei Winamp ein Klick reicht um 10 Titel nach vorne zu kommen.

Abschliessend ist zu sagen, dass dieses Album trotz wenig Abwechslung Beat- wie Inhalttechnisch in keiner Sammlung fehlen sollte. Deepe Texte etc. sind wir von Snoop eher weniger gewohnt und das ist gut so. Musik zum abgehen, Musik um in Erinnerungen zu schwelgen oder wie man es sonst nennen will. "Lay Low", “What's My Name Part 2“ oder “Set it Off“ sind alles Klassiker die sowohl in der Disco als auch Privat richtig Spaß machen. Warum an Inhalt oder sonstigem meckern, wenn das Album einfach nur eins will: Uns mit dem typischen Snoop Sound zu unterhalten. Ein schönes Album um alte Zeiten auferleben zu lassen.


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