Aesop Rock
»Skelethon«


Unsere Wertung:


 Adrian am 27.07.2012 10:31
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Nachdem El-P sein eigenes Label Def Jux dicht machte und diesen Sommer gleich zwei Alben veröffentlichte, machen sich nun auch andere Mitglieder seines alten Imprints tätig. Einer von ihnen ist Aesop Rock, der sich mit „Skelethon“ wieder auf der musikalischen Bühne zurückmeldet.

Genau wie sein ehemaliger Chef, hatte Aesop Rock mit dem Tod seines Freundes Camu Tao zu kämpfen und steckte diese Gefühle und Emotionen in die Arbeit seines nun sechsten Albums. Die Thematik des Todes spürt man schon beim Blick auf das Cover, aber inhaltlich blinkt es nur in einzelnen Lines durch („If you're just tuning in, walk into the light“) oder an einigen Songtiteln, wie "Cycles Of Geheena", wobei das letzte Wort ein Synonym für die Hölle ist.
Aber genug vom Sterben und dem Fegefeuer, kommen wir zum Inhalt an sich. Und genau da liegt der Hase begraben. Auch wenn Aesop flowt als würde es um sein Leben gehen, ist der Inhalt seiner Texte sehr kryptisch verfasst, als Hörer versteht man selten was uns der Protagonist in seiner Musik wirklich sagen will, was aber nicht heißen soll, dass Aesop Rock inhaltslosen Schwachsinn von sich gibt.
Diese doch recht schwere Kost wird auf einer gewissen Art und Weise von der ebenfalls sehr eigenen Produktion weitergeführt. Ob es ein sanfter Gitarren-Loop auf dem Opener„Leisureforce“ ist, verschobene Bassgitarren und harte Kicks („1.000 O Clock“) oder Sci-Fi bzw. Cyber-Momente („Zero Dark Thirty“), der komplette Soundteppich ist genau so abstrakt wie der lyrische Teil. Dabei wirkt er aber dennoch kohärent und stimmig im Gesamtbild des Silberlings.


„Skelethon“ ist ein verqueres, stimmiges, seltsames und gutes Album. Verwirrt? Genau das kann man nach dem Hören dieser LP sein. Aesop Rock meldet sich in bekannter Manier zurück, nur lässt er den Hörer mit dem Gefühl zurück, dass er nicht wirklich weiß, was er von diesem Release halten soll.


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2
Kommentare
Lina
28.07.12 um 14:35 Uhr.

Gibt es dazu auch eine Begründung, lieber Lennart?
Lennart
27.07.12 um 13:54 Uhr.

Review wird dem Album in keinem Fall gerecht...