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reviewpictureJinx
»Weirdnam«
Es gibt neues aus dem 58Muzik-Camp. Jinx hat am Freitag sein Debütalbum "Weirdnam" veröffentlicht. Nachdem er 2009 seine EP "Schattenkluft" heraus gebracht hat und schon den ein oder anderen Track mit seinen Lablekollegen, die auf dem Album natürlich zu Gast sind, veröffentlicht hat, war es wohl nur eine Frage der Zeit bis sein erstes, eigenes Werk erscheint. Seine Themenauswahl ist vielfältig und er schafft den Spagat zwischen klassischen Representertracks, Gesellschaftkritik und verflossenen Liebschaften. Dass er vielfältig ist, hat er mit seinem Splitvideo "Sehnsucht/ Der Beste der Besten der Besten" schon eindrucksvoll unter Beweis gestellt und so zeigt er auf dieser Platte ausführlich was er so alles kann. Ich muss zugeben, dass mir Jinx bis Dato zwar kein Unbekannter war, ich mich aber noch nie wirklich mit ihm auseinande... Weiterlesen.
reviewpictureBattleboi Basti
»Pullermatz«
Wenn man sich das VBT und seine vielen Ableger anschaut, dann findet man dort mittlerweile massenweise Rapper, die sich einen bestimmten Charakter ausgedacht haben, um aus der schieren Masse aus halbwegs talentierten Battlerappern herauszustechen. Als Battleboi Basti 2011 auf der Bildfläche beziehungsweise auf YouTube erscheint, steht der ganze Hype um das VBT noch bevor und der Rapper ist der erste, der in diesem Rahmen einen eigenen Charakter erschaffen hat, den es so in Rapdeutschland noch nicht gab. Er rappt mit verstellter Stimme aus der Sicht eines Kindes. Was im weiteren Verlauf mit einem zweiten Platz bei der Splash!-Edition, einem Splash!-Auftritt und einer ausgedehnten Tour mit den Trailerpark-Jungs für Aufmerksamkeit sorgte, gipfelt nun mit etwas Verspätung im Debütalbum  Weiterlesen.
reviewpictureR.A. The Rugged Man
»Legends Never Die«
Er ist mehr für seine skurillen Live-Show-Storys als für seinen großen Output bekannt. Mit nun 39 Jahren und neun Jahren Abstand zum Debüt-Album hat R.A. the Rugged Man tatsächlich seine zweite Platte mit dem Titel "Legends Never Die" auf den Markt gebracht. Die Erwartungen sind dementsprechend riesig, sowohl aufgrund der langen Zeit, als auch wegen der hohen Messlatte durch den Vorgänger. Schaut man sich an, wer hier so produziert hat und welche Features mitmischen, dann kann man ruhig nochmal etwas mehr erwarten. Schon "The People´s Champ" mit Apathy-Beat kommt schon verdammt gut und bringt genau das, was man sich für ein Rugged Man-Album wünscht: Selbstvertrauen, Wortwitz, Eastcoastsound. Das Highlight des ersten Drittels dürfte aber wohl "Learn Truth" mit Talib Kweli sein, komplettiert durch ei... Weiterlesen.
reviewpictureDexter
»The Trip«
Dexter ist so etwas wie der neue Superproducer unter den deutschen Produzenten, denn wo Dexter draufsteht, da steckt immer Qualität drin. Sei es auf Gold- und Platinplatten von Casper und Cro oder auf den neuesten Limited Vinyls seiner Kumpels aus dem Wortsport-Camp oder vom MPM-Label. Ganz nebenbei hat er auch noch die Retro-Welle im deutschen Rap ganz entscheidend mitgestaltet, geprägt und vorangetrieben. Dabei kann er es sich leisten, das zu machen, worauf er Bock hat, denn Dexter ist noch kein Berufsmusiker, sondern geht trotz seiner Erfolge noch immer Vollzeit als Arzt arbeiten. Dadurch ließ er bisher fast immer die Rapper auf seinen Bomben glänzen, nun rückt er mit seinem zweiten Beat-Album „The Trip“ selbst in den Fokus und die Promotion scheint, ganz untypisch für  Weiterlesen.
reviewpictureVerrückte Hunde
»Tork of the Town«
Verrückte Hunde, dieser ungewöhnliche Name gepaart mit einem noch ungewöhnlicheren Albumcover ihres ersten Albums "1 x 1 = 1" , dürfte einigen im Gedächtnis geblieben sein. Mehr als ein Jahr später können wir uns über eine EP der Jungs freuen. Sie nennen das ganze "Tork of the Town" und sie präsentieren sich deutlich ruhiger als auf ihrem Debüt. Sie haben ihr Revier markiert und haben mit "1x1=1" bewiesen, dass sie wissen wie Rap geht. Auf abstrakte Art und Weise erzählen uns Foxn und Scu auf ihrer neuen EP, auf ruhigen Beats von Torky Tork, was Sie Nachts umhertreibt und warum ihr Herz für die alte Zeit schlägt. Da vorab schon drei Videos von "Tork of the Town" veröffentlicht wurden, darunter N8chtschwärmer, Tod der Literatur feat. Mortis One und Kapuze, und man dadurch schon einen guten Eindruck bekom... Weiterlesen.
reviewpictureJohnny Mauser
»Der Katze entkommen«
Ein Zeckenrapper, wie er im Buche steht. Das steht in der E-Mail zum neuen Album „Der Katze entkommen“ von Johnny Mauser. Mit Audiolith hat er dafür augenscheinlich die passende Labelheimat gefunden, treten deren Acts doch gerne mal auf Veranstaltungen gegen rechts auf. Allerdings war mir das Label bisher nur für seine elektronischen Acts wie Frittenbude und Saalschutz bekannt. Doch wer jetzt denkt, wir haben es hier mit Electro-Rap zu tun, der irrt sich gewaltig, denn Johnny Mauser hat HipHop im Blut. Den Anfang macht ein Intro, das so auch auf einem Album in den Neunzigern hätte landen können. Ein bouncender Beat unterlegt verschiedene Samples und dazu wird gecuttet und gescratcht was das Zeug hält. DJ Profile und Spion Y sind dafür verantwortlich, dass im Intro und auch im weiteren Verlauf der Kopf nickt und ein ordentlicher HipHop-Vibe entsteht. Einzig die Themen der Pl... Weiterlesen.
reviewpictureN.O.R.E.
»Student of the Game«
Für viele konnte N.O.R.E. aka P.A.P.I. nur mit Capone an seiner Seite glänzen – "The War Report" wird teilweise sogar als Eastcoast-Klassiker bezeichnet. Bei seinen Solo-Alben bleibt oftmals nur hängen, dass er sich mal an Reggaetone probiert hat, worauf er aber nicht beschränkt werden sollte. So dürfte man von der neuen Platte namens "Student of the Game" also ein richtiges Ostküstenwerk erwarten – oder doch nicht? Es ist der alleinige Blick auf die Tracklist, der den einen oder anderen auf eine gewisse Art verwirren könnte. Da mischt sich featuretechnisch alles von New York, Midwest bis in verschiedene Ecken des Südens. Und genau so verwirrend geht es dann auch los, denn auf den typisch eastcoastigen Titeltrack (produced by Cookin Soul) folgt mit "Tadow" eine Down South-Nummer mit French Montana, 2 Chainz und P... Weiterlesen.
reviewpictureLL Cool J
»Authentic«
Mit einem Alter von mittlerweile 45 Jahren kann man gar nicht anders als LL Cool J Altmeister zu nennen. Der New Yorker MC veröffentlicht Ende April nach über vier Jahren sein Studio-Album Nr. 13 mit dem Titel "Authentic". Wie viel Authentizität darin wirklich steckt, durfte ich mit ein wenig Vorfreude erforschen. Wenn man sich die Features anschaut, wird man von großen Namen quasi überschwemmt. Auf der Liste finden sich Leute wie Charlie Wilson, Snoop Dogg und Tom Morello wieder – um nur einige zu nennen. Auf der einen Seite hat man hier natürlich eine Vielzahl an prominenten Gästen, allerdings keine wirklichen Pop-Features, sondern große Vertreter aus Gebieten wie Funk, Rock und Hip-Hop – verteilt auf zwölf Tracks. Überzeugen kann aber auch schon Nr. 1, die Solonummer "Bath Salt", ein Representer auf powervoller Produ... Weiterlesen.
reviewpictureAntihelden
»Piratensender«
Zweieinhalb Jahre ist es mittlerweile her, dass Abroo und SirQLate mit "Kein Happy End" das von den Kritikern gelobte Manifest als Antihelden auf den Präsentierteller der Rapbüffets geworfen haben. Bevor nun Ende des Jahres das zweite "richtige" Album erscheinen soll, lässt man mit "Piratensender" die Machenschaften der letzten zwei Jahre Revue passieren - ähnlich wie es "Kampf der Veteranen" vor "Kein Happy End" gemacht hat. Der "Piratensender" ist wie der Name schon sagt eine Radioshow, die in einem apokalyptischen Szenario spielt. Da Radioshows moderiert werden, finden sich auf der Platte auch sechs Moderations-Skits. Das kann man als Störung des Hörgenusses empfinden, aber in Zeiten von mp3 und spotify dürfte dieses Argument wohl kaum noch Gewichtung haben. Und die Vinyl kommt sogar gänzli... Weiterlesen.
reviewpictureLingua Loca
»Wie es scheint«
Heutzutage ist es ja so, dass fast jeder Rapper endlich mal „richtige“ Musik machen will und sich dazu eine Live-Band auf die Bühne holt, die dann mehr schlecht als recht die Beats der Tracks nachspielt. Glücklicherweise gibt es aber auch Bands, bei denen das ganz und gar nicht so ist und die völlig natürlich eine Band mit einem Rapper als Frontmann haben. So ist es auch bei der 11-köpfigen Kombo Lingua Loca aus Tübingen. Die Jungs machen schon ewig zusammen Musik und haben sich bereits einen respektablen Ruf auf Deutschlands Bühnen erspielt. Dabei treffen die beiden Rapper Ari Chicago und Teee, die auch schon als Duo Musik veröffentlicht haben, auf eine klassische Rockbandbesetzung und zwei Bläser, einen Percussionisten und einen Keyboarder. Bei so einem Bandgefüge bekommt man natürlich keinen klassischen BoomBap auf die ... Weiterlesen.

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