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Shak-K

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21.06.2012, 08:29

Wordsworth - The photo album

Words is back! Zehn verdammt lange Jahre hat es gedauert, bis Wordsworth wieder den Weg ins Studio fand, um ein neues Album zu veröffentlichen. Zehn Jahre nach „Mirror Music“. 2012. Zeit, einen Blick in das „Photo Album“ zu werfen.

Und er ist wirklich wieder da, der alte Wordsworth. Es ist eigentlich sogar so, als sei er nie weg gewesen, als würde sich „The Photo Album“ nahtlos an den Vorgänger „Mirror Music“ anschließen und dennoch eine logische Fortsetzung desselben darstellen. Immer noch sind die Instrumentals betont samplelastig, auf den ersten Hörer einfach, aber dennoch komplex gehalten. Immer noch ist Words Meister der komplizierten Reimstrukturen, ungewöhnlichen Metaphern und tiefsinnigen Themen.

Da wird auf „Coloring book“ mit dem Thema Farbe gespielt („Without the hood, man, I would have been color blind“), auf “Until I win” eine Sozialanalyse im Ghettorapstyle verfasst, ohne dabei zu sehr auf Ghettogangsterrap zu machen und auf “Start over” die Beziehung zu einer jungen Dame reflektiert. Dazu gibt’s wie immer die volle Storytellingladung, beispielsweise wenn auf „The Oldest“ die Familiengeschichte des ältesten Geschwisterkinds erzählt wird, das nach dem Verschwinden der Eltern für die komplette Familie verantwortlich ist. Etwas flacher und leichter verdaulich wird es da auf „Knock on my door“, wo sich Wordsworth auf recht humorvolle Art und Weise eine kleine Verfolgungsjagd mit der Polizei liefert. Und auch Selbstreflektion („Mirror Mirror“) und Selbstdarstellung („Destiny“) finden wieder in ausreichendem Umfang statt.

Bemerkenswert ist die für Rapmusik oft so untypische Positivität mancher Tracks. Auch wenn kein Song in eine kitschige Alles-Schön-Story hineindriftet und immer auch negative Themen behandelt, schwingt doch oft eine gute Portion Hoffnung mit auf Nummern wie „Don’t settle“ und „Joy & Pain“ („I got a better view than heaven do“). Dazu bekommt der geneigte Hörer das Gefühl, dass bei Words einfach keine Zweckreime existieren und alles was er sagt, Hand und Fuß hat.

Musikalische Vielseitigkeit ist durch die verschiedenen Features gegeben. „Betrayed“ wirkt durch die Skeematics wie ein Track vom letzten Lupe Fiasco Album. Für den Soul zeigen sich beispielsweise House of Princess J auf der extrem starken Hook von „All I knew“ und Range Da Messenger auf „Until I win“ verantwortlich. Und Torae sorgt bei zwei Gastauftritten auf „Vendetta“ und „911“ für die ordentliche Portion Streetrap.

Auf die heiß erwartete Zusammenarbeit mit Masta Ace und Punchline von eMC muss sich der Hip Hop Head bis zum Ende gedulden, wird aber dafür mit einem besonders fetten Abschluss durch den Song „Vanish“ belohnt. Insgesamt liefert Wordsworth mit „The Photo Album“ ein vielseitiges, reflektives und tiefgründiges Werk ab, was den Vergleich mit dem starken Vorgänger alles andere als zu scheuen braucht. Bei Highlights wie „Destiny“, „Mirror Mirror“, „Feel me“ und „Vanish“ hat sich das zehnjährige Warten mehr als gelohnt.
Doch Orchideen haben zehn Leben und kein Gefühl ist umsonst
sie tritt raus in die lauten Straßen New Yorks und spürt, dass der Frühling kommt

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23.06.2012, 10:22

acht Jahre

Shak-K

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3

23.06.2012, 11:08

Fuck, tatsächlich. Ich hätte schwören können, es ist 2002 rausgekommen...
Doch Orchideen haben zehn Leben und kein Gefühl ist umsonst
sie tritt raus in die lauten Straßen New Yorks und spürt, dass der Frühling kommt