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Hamburg brennt – Jan Delay & Disko No. 1 entzünden die Trabrennbahn
Hamburg brennt – und er ist schuld: Jan Delay möchte mit seiner neuen Live DVD genug Stoff zum Entzünden seiner Heimat – oder zumindest der anwesenden Crowd – liefern. Dazu hat er sich eine ganze Schulklasse an Gästen auf die Bühne geholt und performt sich durch das wahrscheinlich Beste, was er in seiner Karriere so zustande gebracht hat. Das am 1. August in der Hamburger Trabrennbahn stattgefundene Konzert gibt’s nun auf DVD.
Bevor es mit der Show losgeht, gibt es Einblicke in das Backstagegeschehen. Da werden Schnürsenkel gebunden, Hüte zurechtgerückt und Headsets im Ohr positioniert. Ein bisschen gute Laune und ein Schuss Komik - auf geht’s! Dann wird’s bunt – im wahrsten Sinne des Wortes. Von den Vorab-Bildern in schwarz-weiß wird das Bild von dem Moment an, an dem die Disko No. 1 Band die Bühne betritt, bunt. Auch wenn der soulig-jazzige Sound der Band, der immer ein bisschen Retro anmutet, sicher auch sehr gut zu einem schwarz-weißen Film gepasst hätte, steigt die Laune schlagartig. Da möchte man gar nicht dran denken, dass dieses Konzert das vorerst letzte seiner Art von Jan Delay und Disko No. 1 war.
Von dem Beginn durch „Rave against the Machine“ gibt es gleich den ersten Flashback – die Band spielt den Beat von „Türlich, türlich“ ein. Das Rappen-Schrägstrich-Singen hätte sich Eißfeldt glatt sparen können, so textsicher wie seine Fans sind. Von dem ersten Delayschen Tanzmove-Teaching lässt sich das Publikum dann aber doch so leicht ablenken, dass der Auftritt von Das Bo eine echte Überraschung ist. Einen wirklich großen Part hat der MC zwar nicht, allerdings tröstet der nächste, direkt darauf folgende Gastauftritt von Dendemann auf „Large“ darüber sicher hinweg. Der hat nicht nur verdammt coole Schuhe, sondern auch einen etwas längeren Featurepart.
Und weil es so viel Spaß macht, kündigt Jan Delay bereits nach drei Tracks seinen „letzten Song“ an. Dabei geht die Party gerade erst richtig los: Es gibt ein „Abschussball Medley“ mit einem Best-of-Remix aus alten Backstreet-Boys-Usher-(oh-mein-Gott-wie-gut-ist-das-denn!)-Montell-Jordan-Wir-sind-Helden-Songs. Unterstützung gibt es dabei von Homeboy Marteria, der auf das Medley sein „Endboss“ performt und die Crowd für ein paar Minuten komplett für sich einnimmt.
Spätestens bei „Vergiftet“ gehört das Publikum aber wieder ganz Eizi Eiz, bevor es mit „Ein Leben lang“ und den passenden Lichteffekten einen kurzen Ausflug in die atmosphärisch-ruhige Richtung gibt. Das kann dem einen oder anderen Zuschauer schon mal eine Gänsehaut verpassen, wenn Jan Delay ruhigere Töne anschlägt.
Auf den nächsten Flashback muss man nicht lange warten: Erst gibt es gemeinsam mit Denyo „Hammerhart“ (vorgestellt als DJ Tomekk Song), dann mit DJ Mad, Denyo und Samy Deluxe die „Füchse“, was definitiv zum Highlight der DVD avanciert und zeigt, dass es die drei Herren absolut noch drauf haben.
Und weil die Stimmung eh schon am überkochen ist, wird der von Jan Delay als „Godfather des Raves“ bezeichnete H.P. Baxxter auf die Bühne geholt, während sich Eißfeldt kurzzeitig an die Drums verzieht. Baxxter darf nach alter Scooter-Marnier ein paar Sätze ins Mikro brüllen. Auch wenn ich eigentlich kein Fan von Eurodance-Trash-Rave bin, kommt dieser Gastauftritt schon geil.
Trotzdem ist es irgendwie erleichternd, als dann das Disko-Funk-Fever wieder ausbricht. Während „Disko“ gibt es sogar einen Freeze, der nicht nur von Jan Delay, sondern glatt von der ganzen Disko No. 1 Band durchgezogen wird. Eizi kann nicht nur machen, dass die Stadt brennt, sondern auch, dass die Welt mal kurz stehen bleibt.
Nach dem kurzen Einfrieren der Stimmung, wird es direkt heiß: Mit „Feuer“ packt Jan einen weiteren Hit aus. Danach ist dem Publikum so heiß, dass sogar in der „Schnorrer-VIP-Area“ zu „Oh Jonny“ mit den Shirts gewedelt wird. Spätestens jetzt kommt bei mir als Zuschauer ein bisschen Melancholie auf – zu gern wäre ich dabei gewesen!
Und wie das eben mit guten Entertainern ist – sie sind einfach nicht von der Bühne zu kriegen. Und so gibt es als Zugaben die Songs „Kirchturmkandidaten“ und den Abriss-Klassiker „Klar“. Der Abend klingt mit einem weiteren Medley aus – und noch einem Gast-Act: Deichkind! Wer schon immer wissen wollte, wie ein Mash Up von „Remmidemmi“, Duck Sauces „Barbra Streisand“ und dem Fedde Le Grand/Ida Corr Hit „Let me think about it“ klingt, kommt hier auf seine Kosten. Hamburg, die Crowd, die ganze Welt scheint zu brennen!
„Hamburg brennt!“ presst eine grandiose Show, die man sich gut und gern mehrmals ansehen kann, auf einen toll gestalteten Silberling. Die Herren Florian Kaiser und Paul Ripke, die als Jan Tube Film Crew für die Aufnahmen verantwortlich sind, haben die Stimmung der Trabrennbahn optimal eingefangen und erzeugen mit Nah- und Detailaufnahmen wunderbar atmosphärische Bilder, die man einfach genießen muss.
Jeder, der Jan Delay schon mal auf einem Festival gesehen hat oder das Glück hatte, eine seiner Shows zu besuchen, weiß, dass der Typ es live einfach rausreißt. Man muss nicht mal ein großer Fan seiner Musik sein, um die Performances des MCs gemeinsam mit seiner Band zu feiern – wer ein bisschen was für funkige Musik übrig hat und gern gut unterhalten wird, sollte sich dringend eine Jan Delay Show geben. Wenn schon nicht live, dann doch wenigstens auf dieser DVD.
Hamburg brennt – und er ist schuld: Jan Delay möchte mit seiner neuen Live DVD genug Stoff zum Entzünden seiner Heimat – oder zumindest der anwesenden Crowd – liefern. Dazu hat er sich eine ganze Schulklasse an Gästen auf die Bühne geholt und performt sich durch das wahrscheinlich Beste, was er in seiner Karriere so zustande gebracht hat. Das am 1. August in der Hamburger Trabrennbahn stattgefundene Konzert gibt’s nun auf DVD.
Bevor es mit der Show losgeht, gibt es Einblicke in das Backstagegeschehen. Da werden Schnürsenkel gebunden, Hüte zurechtgerückt und Headsets im Ohr positioniert. Ein bisschen gute Laune und ein Schuss Komik - auf geht’s! Dann wird’s bunt – im wahrsten Sinne des Wortes. Von den Vorab-Bildern in schwarz-weiß wird das Bild von dem Moment an, an dem die Disko No. 1 Band die Bühne betritt, bunt. Auch wenn der soulig-jazzige Sound der Band, der immer ein bisschen Retro anmutet, sicher auch sehr gut zu einem schwarz-weißen Film gepasst hätte, steigt die Laune schlagartig. Da möchte man gar nicht dran denken, dass dieses Konzert das vorerst letzte seiner Art von Jan Delay und Disko No. 1 war.
Von dem Beginn durch „Rave against the Machine“ gibt es gleich den ersten Flashback – die Band spielt den Beat von „Türlich, türlich“ ein. Das Rappen-Schrägstrich-Singen hätte sich Eißfeldt glatt sparen können, so textsicher wie seine Fans sind. Von dem ersten Delayschen Tanzmove-Teaching lässt sich das Publikum dann aber doch so leicht ablenken, dass der Auftritt von Das Bo eine echte Überraschung ist. Einen wirklich großen Part hat der MC zwar nicht, allerdings tröstet der nächste, direkt darauf folgende Gastauftritt von Dendemann auf „Large“ darüber sicher hinweg. Der hat nicht nur verdammt coole Schuhe, sondern auch einen etwas längeren Featurepart.
Und weil es so viel Spaß macht, kündigt Jan Delay bereits nach drei Tracks seinen „letzten Song“ an. Dabei geht die Party gerade erst richtig los: Es gibt ein „Abschussball Medley“ mit einem Best-of-Remix aus alten Backstreet-Boys-Usher-(oh-mein-Gott-wie-gut-ist-das-denn!)-Montell-Jordan-Wir-sind-Helden-Songs. Unterstützung gibt es dabei von Homeboy Marteria, der auf das Medley sein „Endboss“ performt und die Crowd für ein paar Minuten komplett für sich einnimmt.
Spätestens bei „Vergiftet“ gehört das Publikum aber wieder ganz Eizi Eiz, bevor es mit „Ein Leben lang“ und den passenden Lichteffekten einen kurzen Ausflug in die atmosphärisch-ruhige Richtung gibt. Das kann dem einen oder anderen Zuschauer schon mal eine Gänsehaut verpassen, wenn Jan Delay ruhigere Töne anschlägt.
Auf den nächsten Flashback muss man nicht lange warten: Erst gibt es gemeinsam mit Denyo „Hammerhart“ (vorgestellt als DJ Tomekk Song), dann mit DJ Mad, Denyo und Samy Deluxe die „Füchse“, was definitiv zum Highlight der DVD avanciert und zeigt, dass es die drei Herren absolut noch drauf haben.
Und weil die Stimmung eh schon am überkochen ist, wird der von Jan Delay als „Godfather des Raves“ bezeichnete H.P. Baxxter auf die Bühne geholt, während sich Eißfeldt kurzzeitig an die Drums verzieht. Baxxter darf nach alter Scooter-Marnier ein paar Sätze ins Mikro brüllen. Auch wenn ich eigentlich kein Fan von Eurodance-Trash-Rave bin, kommt dieser Gastauftritt schon geil.
Trotzdem ist es irgendwie erleichternd, als dann das Disko-Funk-Fever wieder ausbricht. Während „Disko“ gibt es sogar einen Freeze, der nicht nur von Jan Delay, sondern glatt von der ganzen Disko No. 1 Band durchgezogen wird. Eizi kann nicht nur machen, dass die Stadt brennt, sondern auch, dass die Welt mal kurz stehen bleibt.
Nach dem kurzen Einfrieren der Stimmung, wird es direkt heiß: Mit „Feuer“ packt Jan einen weiteren Hit aus. Danach ist dem Publikum so heiß, dass sogar in der „Schnorrer-VIP-Area“ zu „Oh Jonny“ mit den Shirts gewedelt wird. Spätestens jetzt kommt bei mir als Zuschauer ein bisschen Melancholie auf – zu gern wäre ich dabei gewesen!
Und wie das eben mit guten Entertainern ist – sie sind einfach nicht von der Bühne zu kriegen. Und so gibt es als Zugaben die Songs „Kirchturmkandidaten“ und den Abriss-Klassiker „Klar“. Der Abend klingt mit einem weiteren Medley aus – und noch einem Gast-Act: Deichkind! Wer schon immer wissen wollte, wie ein Mash Up von „Remmidemmi“, Duck Sauces „Barbra Streisand“ und dem Fedde Le Grand/Ida Corr Hit „Let me think about it“ klingt, kommt hier auf seine Kosten. Hamburg, die Crowd, die ganze Welt scheint zu brennen!
„Hamburg brennt!“ presst eine grandiose Show, die man sich gut und gern mehrmals ansehen kann, auf einen toll gestalteten Silberling. Die Herren Florian Kaiser und Paul Ripke, die als Jan Tube Film Crew für die Aufnahmen verantwortlich sind, haben die Stimmung der Trabrennbahn optimal eingefangen und erzeugen mit Nah- und Detailaufnahmen wunderbar atmosphärische Bilder, die man einfach genießen muss.
Jeder, der Jan Delay schon mal auf einem Festival gesehen hat oder das Glück hatte, eine seiner Shows zu besuchen, weiß, dass der Typ es live einfach rausreißt. Man muss nicht mal ein großer Fan seiner Musik sein, um die Performances des MCs gemeinsam mit seiner Band zu feiern – wer ein bisschen was für funkige Musik übrig hat und gern gut unterhalten wird, sollte sich dringend eine Jan Delay Show geben. Wenn schon nicht live, dann doch wenigstens auf dieser DVD.
Doch Orchideen haben zehn Leben und kein Gefühl ist umsonst
sie tritt raus in die lauten Straßen New Yorks und spürt, dass der Frühling kommt
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